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Reportage Special-Day vom 26. Juli 2009

Bei sonnigem, warmen Wetter trafen wir uns ab 11 Uhr bei der Brätlistelle im Dälhölzli. Der Blick der Kinder fiel als erstes auf die Teller mit den Mashmallows. Sofort steckten sie es an ein Stecklein und brieten es über dem offenen Feuer. Die einen Kinder knabberten genüsslich daran, die anderen verzogen angewidert das Gesicht und vermachten das manchmal schwarzgebrannte Ding ihren Eltern, die auch nicht immer froh darüber waren. Aber bald roch es verführerisch nach gebratenen Würsten und man ass an den Tischen die mitgebrachten Esswaren. Die Kinder vergnügten sich schnell wieder auf dem Spielplatz, die Eltern blieben für einen Schwatz sitzen.

Um 14 Uhr gab es für alle ein Quiz und meistens machte man sich in den Familien auf den Weg, um die Fragen zu lösen und die Tiere zu bestaunen. Während dem Rundgang lernten wir zum Beispiel, dass die Papageientaucher rund 2/3 ihres Lebens auf dem offenen Meer verbringen oder dass der Name des Lisztäffchens auf den österreichischen Komponisten zurückgeht. Begeistert waren Gross und Klein von dem zwei Tage alten Seehund, der sich auf einem Stein sonnte und dessen Nabelschnur man noch sah.

Höhepunkte waren sicher auch die Fütterungen der Bären, der Seehunde und der Pinguine. Neu werden die Fütterungen kommentiert und es wurde viel Wissenswertes über die Tiere erzählt: Das neugeborene Seehundbaby bleibt mit seiner Mutter 6 Wochen in einem abgetrennten Becken, so dass die Mutter genügend Ruhe hat, um sich ganz ihrem Jungen zu widmen und es zu säugen. Und die Pinguine schlucken die Heringe immer ganz hinunter, drehen den Fisch aber so, dass sie zuerst den Kopf schlucken. So bleiben die Schuppen nicht in ihrem Hals stecken und die Fische rutschen besser hinunter.

Diskussionen gab es bei der Auswertung des Quizes: Die einzig schwierig zu beantwortende Frage war, wieviele verschiedene Tierarten es im Dälhölzli gebe. Für diejenigen, die jemanden vom Personal fragen gingen, war es klar, dass es 213 verschiedene Arten gibt. Aber alle, die geschätzt hatten, fühlten sich zu unrecht behandelt. Wer sollte denn nun den Hauptpreis, einen Plüschlöwen, erhalten? Schliesslich fällte Guido ein salomonisches Urteil: Der kleinste Teilnehmer, der rund  viermonatige Nevio, sollte der glückliche Gewinner sein. Und mit diesem Urteil waren alle zufrieden.
Kurz genoss man dann noch den Sonnenschein und das Zusammensein, und so nach und nach machte sich jede Familie wieder auf den Heimweg.

 

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